Ein Start-up sorgt für Einkommenssicherung
Frauen in Ruanda werden zu Trägerinnen der Hoffnung
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Im kleinen Dorf Taba in Kamonyi hat sich durch das Existenzgründungsprojekt von ForAfrika das Leben einer Frauengruppe deutlich verändert. Die Mitglieder der Gruppe „Abigiri yikizere“ („Ein Zeichen der Hoffnung“) aus Ruanda lebten früher sie in großer Armut. Unsere Story zeigt, wie Familien lernen Einkommen zu erwirtschaften, Armut dauerhaft überwinden und ihre Gesundheit stärken.

Kein Einkommen bedeutet Armut und Hunger
Viele Gruppenmitglieder wussten nicht, wie sie ihre Familien ernähren sollten. Einkommen gab es kaum, an Ersparnisse war nicht zu denken. „Wir lebten von Tag zu Tag, ohne zu wissen, woher die nächste Mahlzeit kommen sollte“, erzählt Akimana, die Vorsitzende der Gruppe. „Aber als ForAfrika uns zusammenbrachte und uns zeigte, wie wir anders über unsere Ressourcen denken können, begann sich alles zu verändern.“
Die Frauen fingen an, jede Woche kleine Beträge zu sparen – manchmal nur 100 Rwandan Franken (ca. 6 Euro-Cent). Anfangs glaubten sie nicht daran, dass das helfen könnte. Doch ForAfrika motivierte sie, dranzubleiben. So konnten sie bald ihre ersten Anschaffungen machen: Hasen und Hühner. Diese wurden fair unter allen aufgeteilt.
“Gemeinsam können wir Dinge schaffen, die wir alleine nie erreicht hätten. Das ist das wahre Geschenk, das ForAfrika uns gemacht hat – nicht Dinge, sondern den Glauben an uns selbst.“
Ein Hase für die Familie verändert alles
„Der Tag, an dem ich meinen ersten Hasen nach Hause brachte, war unvergesslich“, berichtet Nyiraneza, Mutter von fünf Kindern. „Meine Kinder konnten es kaum glauben. Sie fragten immer wieder, ob er wirklich uns gehört. Als ich sagte, dass er uns gehört und er uns bald Einkommen bringen wird, tanzten sie vor Freude. Da habe ich den Namen unserer Gruppe wirklich verstanden – wir sind Trägerinnen der Hoffnung.“
Der Friseusalon sichert nicht nur das Einkommen
Durch das Projekt erhielt die Gruppe eine Förderung von 700.000 Rwandischen Franken. Damit konnten sie einen kleinen Friseursalon im Dorfzentrum mit neuer Ausstattung verbessern. Heute verdient die Gruppe mit dem Salon im Durchschnitt 80.000 Franken (Gewinn) im Monat.
„An guten Tagen bringt unser Salon 20.000 Franken pro Woche ein“, sagt Florida stolz. „Im Monat verdienen wir etwa 80.000 Franken. Wir teilen das Geld untereinander auf und geben kleine Kredite an Mitglieder mit dringenden Bedürfnissen.“
Der Friseursalon ist mehr als ein Geschäft und Einkommenssicherung. Er ist ein Treffpunkt für Frauen im Dorf – ein Ort für Austausch, Unterstützung und gemeinsames Lernen. Junge Mädchen werden von ihren Müttern mitgebracht, um dort Friseurhandwerk zu lernen.
Und die Gruppe hat noch mehr vor. Sie möchte den Salon weiter ausbauen, um auch Kundschaft aus der Stadt anzuziehen. „Wir träumen davon, unseren Salon so professionell zu machen, dass auch Menschen aus anderen Dörfern und sogar aus der Stadt zu uns kommen“, sagt Florida. „Warum sollten unsere Leute in die Stadt fahren, wenn wir hier gute Dienstleistungen anbieten können?“

Ein anderes Start-up gründete zur Einkommenssicherung ein Kleinunternehmen zur Seifenherstellung.
Die neue Einkommensquelle stärkt die Gesundheit
Alle Mitglieder der Gruppe können inzwischen eine Krankenversicherung für ihre Familien bezahlen – ein großer Fortschritt, der auch die Gesundheitsversorgung im Dorf verbessert hat.
„Die größte Veränderung ist nicht in unseren Taschen, sondern in unseren Köpfen“, sagt Florida zum Schluss. „Wir wissen jetzt, dass unsere Zukunft in unseren Händen liegt. Gemeinsam können wir Dinge schaffen, die wir alleine nie erreicht hätten. Das ist das wahre Geschenk, das ForAfrika uns gemacht hat – nicht Dinge, sondern den Glauben an uns selbst.“
Das Existenzgründungsprojekt förderte insgesamt 15 Gruppen. Alle bauten funktionierende Kleinunternehmen auf. Diese Start-ups tragen erheblich zur Einkommenssicherung der Mitglieder und deren Familien bei und verringern gleichzeitig die Abhängigkeit von der klimabedingt anfälligen Subsistenzlandwirtschaft.



