Lokale Kooperationen in Äthiopien
Neues Projektland mit Fokus auf Ernährung und Gesundheit
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Äthiopien ist neues Projektland von ForAfrika. Mit dem achten Projektland weitet ForAfrika die humanitäre Hilfe in Ostafrika aus. Zentrales Anliegen ist es, mithilfe von lokalen Partnerschaften zunächst die Ernährungssicherheit und die Gesundheitsversorgung im Süden des Lands zu stärken.

Strategie der humanitären Hilfe in Äthiopien
ForAfrika fokussiert sich auf Länder in Subsahara-Afrika. Nun kommt das achte Projektland hinzu, in dem nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit erfolgen wird.
Krieg, Stammeskonflikte, Binnenvertreibung und Naturkatastrophen wie schwere Überschwemmungen und Dürren haben den Bedarf an humanitärer Hilfe in Äthiopien erhöht. Das Land gehört zu den sieben Ländern weltweit, die am stärksten vom Wetterphänomen El Niño und seinen Folgewirkungen betroffen sind.
ForAfrika verfolgt in Äthiopien einen strategischen Ansatz: Gemeinsam mit lokalen Organisationen werden Projekte umgesetzt, die langfristig Ernährungssicherheit schaffen und die Lebensgrundlagen der Bevölkerung stärken.
Ein herausragendes Beispiel ist das Aufforstungsprojekt zur Bodenrehabilitation, bei dem bereits über 30.000 Setzlinge von Obst- und Kaffeebäumen gepflanzt wurden. Durch diese Maßnahme werden degradierten Böden neues Leben eingehaucht und Biodiversität gefördert. Gleichzeitig ermöglicht das Projekt Frauen aus der Region, die aktiv an der Vorbereitung der Setzlinge beteiligt sind, Einkommen.Einen weiteren Fokus legt ForAfrika zunächst auf praxisnahe landwirtschaftliche Schulungen. Zum Beispiel wird das Farmer Training Center in Fasha reaktiviert. Dort werden aktuell 20 sogenannte „Model Farmers“ in nachhaltigen Anbaumethoden und diversifizierter Ernährung ausgebildet. Diese Landwirte fungieren als Multiplikatoren, indem sie ihr Wissen eigenständig an jeweils 20 weitere Bauern weitergeben – ein Konzept, das auf langfristige Wirkung ausgelegt ist.

Krankenhaus-Kooperation
Parallel arbeitet ForAfrika an der Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Ein zentrales Vorhaben ist die geplante Installation einer großflächigen Solaranlage am Karat Hospital. Das Krankenhaus hat ein Einzugsgebiet von über einer Million Menschen und leidet massiv unter den Folgen der unzuverlässigen Stromversorgung, was die Behandlung von Patienten erheblich erschwert. Mit der geplanten Solarenergieversorgung wird nicht nur eine stabile Stromversorgung sichergestellt, sondern auch eine nachhaltige, kosteneffiziente Alternative zu Dieselgeneratoren geschaffen.
ForAfrika schafft durch gezielte lokale Kooperationen in den Bereichen Landwirtschaft, Ernährung und Gesundheit die Basis für eine selbstbestimmte Zukunft der Menschen in Äthiopien.

Die Stromversorgung ist besonders für die Neugeborenen-Station entscheidend.



