Die Menschen im Sudan sind dringend auf Hilfe angewiesen.

Sichere Entbindungen in Cabo Delgado

Sabina ist dankbar für die neue Ausstattung im Krankenhaus (Mosambik)

Um zwei Uhr morgens kam Sabina voller Angst im Gesundheitszentrum an. Was, wenn etwas schiefging? Was, wenn ihr Baby nicht atmen würde? Aber dieses Mal war alles anders. Zum ersten Mal in der Geschichte von Nanhala konnten Mütter mit Würde, Sicherheit und Hoffnung gebären. Wir berichten wie die neue medizinische Ausstattung in Cabo Delgado (Mosambik) zu sicheren Entbindungen führt.

Sichere Entbindungen

"Alle Vitalwerte wurden mit dem Oximeter überwacht, und ich konnte sehen, wie konzentriert und zuversichtlich das Team war."

Neue Ausstattung für das Krankenhaus in Nanhala

Das neue Gesundheitszentrum in Nanhala (Bezirk Mueda) wurde bereits im September 2024 mit Unterstützung von ForAfrika eröffnet und hat für die Familien in der Region, insbesondere für werdende Mütter und Neugeborene, bemerkenswerte Veränderungen gebracht. Die Einrichtung wurde im Zuge des Projekts “Medizinische Hilfslieferung für Cabo Delgado (Mosambik)” mit zahlenreichen Medizinprodukten und Artikeln umfangreich ausgestattet.

Bevor das Zentrum vollständig ausgestattet war, mussten Frauen 30 bis 45 Kilometer zurücklegen, um Zugang zu Schwangerschaftsvorsorge oder Geburtshilfe zu erhalten. Die werdenden Mütter befürchteten oft Komplikationen aufgrund unzureichender Einrichtungen.

Eine Geburt war mit viel Risiko verbunden

Seit Generationen war eine Geburt in Nanhala mit Risiken und Ängsten verbunden. Frauen standen vor einer unmöglichen Entscheidung: entweder zu Hause ohne angemessene Hilfe entbinden oder sich während der Wehen auf eine anstrengende Reise zu weit entfernten Gesundheitseinrichtungen in Chudi oder Chapa begeben. Der Mangel an Entbindungsbetten, Sekretabsauger für Neugeborene, Oximetern und sterilen Umgebungen führte dazu, dass Komplikationen während der Geburt schnell lebensbedrohlich werden konnten.

Das medizinische Personal konnte nicht einmal grundlegende Infektionskontrollen durchführen, Handschuhe waren Mangelware, OP-Masken wurden wiederverwendet und die Sterilisationsausrüstung war unzureichend. Es gab keine geeigneten Infusionsmaterialien für die Notfall-Flüssigkeitszufuhr, keine Katheter zur Behandlung von Komplikationen und nicht genügend Bandagen und Verbandmull für die Nachsorge nach der Entbindung. Ohne Vorhänge oder geeignete Raumteiler war die Privatsphäre der Patienten nicht zu gewährleisten. Selbst saubere Bettwäsche und Handtücher waren Mangelware. Die Mütter trugen während jeder Schwangerschaft die Last der Ungewissheit und fragten sich, ob sie oder ihre Babys überleben würden. Das medizinische Personal war trotz seines Engagements gezwungen, ohne die für Notfälle erforderlichen Hilfsmittel zu arbeiten.

Plötzlich war alles anders, sauber und steril

Im November 2025 veränderte die Spende moderner medizinischer Geräte und wichtiger Hilfsgüter diese Realität. Sabina, eine Patientin des Krankenhaus und werdende Mutter, berichtet mit beeindruckender Ehrlichkeit von ihren Erfahrungen:

„Bevor dieses Zentrum vollständig ausgestattet war, hatte ich große Angst vor der Geburt. Als die Wehen einsetzten, wusste ich, dass ich weit nach Chudi oder Chapa fahren müsste, wenn etwas schiefgehen würde. Ich dachte immer wieder: ‚Was ist, wenn mein Baby nicht atmen kann?‘ Das hat mir Angst gemacht. Aber als ich in den frühen Morgenstunden in der Klinik ankam, war alles anders. Es gab ein bereitstehendes Entbindungsbett, ausreichend Licht für die Hebamme, ein Absauggerät für Neugeborene in Reichweite, ein Oximeter zur Überwachung meines Babys, und alles war sauber und sterilisiert. Die Hebamme Rufina sagte mir ruhig: ‚Keine Sorge, Sabina, wir sind bereit.‘ Zum ersten Mal fühlte ich mich wirklich sicher.“

Medizinische Hilfslieferungen Mosambik

Sichere Entbindungen ohne Angst

Die medizinische Hilfslieferung haben das neue Gesundheitszentrum zu einem Ort gemacht, an dem sichere Entbindungen nun die Regel und nicht mehr die Ausnahme sind. Die Einrichtung verfügt nun über alles, was für eine hochwertige Geburtshilfe erforderlich ist.

Infektionskontrolle ist kein Problem mehr, denn das Zentrum ist jetzt mit sterilen und nicht sterilen Handschuhen, OP-Masken und -Hauben, Handdesinfektionsmitteln und geeigneten Sterilisationsgeräten ausgestattet. Das medizinische Personal kann strenge Hygienevorschriften einhalten und so Mütter und Babys vor Infektionen schützen.

Der freudige Bericht von Sabina über ihre Entbindung zeigt, wie lebensrettend diese Verbesserungen sind: „Während der Entbindung half das Atmungsgerät meinem Baby, sofort zu atmen. Alle Vitalwerte wurden mit dem Oximeter überwacht, und ich konnte sehen, wie konzentriert und zuversichtlich das Team war. Die Geräte haben die Art und Weise, wie wir unterstützt wurden, völlig verändert. Jetzt weiß ich, dass jede Mutter, die hierherkommt, eine viel größere Chance auf eine sichere Entbindung hat. Ich sage anderen Frauen in meiner Nachbarschaft, dass sie hierherkommen sollen, denn meine Erfahrung zeigt, dass hier Leben gerettet werden. ForAfrika und das Gesundheitspersonal haben mehr als nur Geräte mitgebracht, sie haben Hoffnung gebracht. Ich werde diesen Tag nie vergessen.“

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