Vom Sudan nach Wedwiel: Sauberes Wasser gibt Ahla neue Sicherheit
Wie ein WASH-Projekt im Flüchtlingscamp Wedwiel den Alltag einer Mutter verändert
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„Ich fühlte mich glücklich, so nah an einer Wasserstelle zu leben – besonders als stillende Mutter ohne Betreuung für meine Kinder.“
Flucht und Alltagssorgen im Flüchtlingskontext
Als Ahla im Oktober 2025 im Flüchtlingscamp Wedwiel ankam, hatte sie ihre Heimat im Sudan aufgrund gewaltsamer Konflikte verlassen müssen. Die 29-jährige Mutter von zwei Töchtern stillte zu diesem Zeitpunkt ihr jüngstes Kind. Ihre größte Sorge war, wie sie ihre Kinder im neuen Umfeld sicher versorgen sollte.
Wasser zu holen bedeutet in vielen Flüchtlingssiedlungen lange Wege und stundenlanges Anstehen. Für Mütter ist das oft eine schmerzhafte Entscheidung: Sie muss ihr Baby unbeaufsichtigt zurückzulassen, um die grundlegendsten Haushaltsbedürfnisse zu erfüllen.
Ein multisektorales Projekt mit nachhaltiger Wirkung
Nähe zur Wasserstelle verändert den Alltag
Für Ahla wurde diese Unterstützung greifbar, als ihr vom Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) und der südsudanesischen Commission for Refugee Affairs eine Unterkunft zugewiesen wurde. Ihr neues Zuhause lag weniger als eine Gehminute von einer Wasserstelle entfernt.
„Als ich ankam, war der Wasserstelle in Block 11 bereits fertiggestellt. Ich fühlte mich glücklich, so nah an einer Wasserquelle zu leben – besonders als stillende Mutter ohne Babysitter“, erzählt Ahla.
Schutz für Kinder und Entlastung für Mütter
Wirkung über die einzelne Familie hinaus
Ahlas Geschichte zeigt, dass humanitäre Hilfe dann besonders wirksam ist, wenn sie an den alltäglichen Bedürfnissen der Menschen ansetzt. In Fluchtsituationen kann der Zugang zu sauberem Wasser Leid mindern, Kinder schützen und Müttern ein Stück Ruhe und Sicherheit zurückgeben.
In Wedwiel reicht die Wirkung über einzelne Familien hinaus: Die Wasserstelle in Block 11 sowie die im Rahmen des Projekts errichteten Sanitäranlagen haben die Hygiene verbessert, das Risiko wasserbedingter Krankheiten reduziert und dazu beigetragen, dass Familien auch unter schwierigen Bedingungen würdevoll leben können.



