Fürsorge ebnet nicht nur den Schulweg
Neue Schuhe für Schulkinder in Chipuli, Angola
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In der kleinen Gemeinde Chipuli in Angola ist Staub und Sonne der tägliche Begleiter auf dem Schulweg der Kinder. Wir erzählen, wie Paulo durch eine besondere Hilfsmaßnahme neuen Mut gewinnt.

„Wenn sich ein Kind umsorgt fühlt, glaubt es mehr an sich selbst.”
Ein Schulweg mit großen Schmerzen
Der zehnjährige Paulo lebt in Chipuli und besucht die dritte Klasse. ForAfrika begleitet seine Schule in Chipuli schon seit mehreren Jahren. Im Rahmen des Schulernährungsprogramms sorgt das ForAfrika Team täglich dafür, dass jedes Kind eine warme, nahrhafte Mahlzeit erhält. Diese Mahlzeiten sind für viele Kinder die einzige richtige Mahlzeit des Tages – und sie verändern alles: Die Schülerinnen und Schüler können sich besser konzentrieren, bleiben motiviert und kommen regelmäßig zum Unterricht. Auch die Eltern sehen, dass sich Bildung lohnt, wenn ihre Kinder gestärkt und gesund nach Hause kommen.
Doch mangelnde Nahrung ist für Kinder wie Paulo nicht die einzige Herausforderung. Denn Paulo läuft jeden Tag zu Fuß zur Schule. Oft barfuß über den heißen angolanischen Boden – aber mit großem Lernwillen. Die Schmerzen und Wunden an seinen Füßen waren vor der besonderen ForAfrika Maßnahme ein ständiger Begleiter auf dem Schulweg. Nicht selten verpasste Paulo deshalb auch den Unterricht.


Neue Sandalen – denn kein Kind darf zurückbleiben
Eines Tages änderte sich alles. Bei einem Schulbesuch von ForAfrika entstand aus einer einfachen Geste etwas Großes: Die Kinder erhielten neue Crocs geschenkt – leichte, bequeme Kunststoff-Sandalen, die sich gut für den Alltag eignen und die empfindlichen Kinderfüße nicht nur auf dem Schulweg schützen.
Für Lehrer Sabino war es ein Moment tiefer Dankbarkeit. Er sah ein neues Leuchten in den Gesichtern seiner Schülerinnen und Schüler, ein Wiedererwachen von Vertrauen und Lernfreude. „Wenn sich ein Kind umsorgt fühlt, glaubt es mehr an sich selbst“, sagte er.
Lehrer Sabino durfte die Schuhe an Paulo und seine Klassenkameraden ausgeben. Als er dem Jungen das neue Paar in die Hände legte, spürte er etwas, das weit über den Unterricht hinausging. Für ihn symbolisierte dieser Moment das Engagement von ForAfrika, „Seite an Seite mit den Dorfgemeinschaften zu gehen und sicherzustellen, dass kein Kind wegen fehlender Grundbedürfnisse zurückbleibt.“ Eine einfache Geste – und doch ein großer Unterschied: Sie beseitigte ein tägliches Hindernis, öffnete den Weg in die Zukunft und zeigt, dass Bildung dort aufblüht, wo Liebe, Fürsorge und Solidarität lebendig sind.



