Zentralafrikanische Republik: landwirtschaftliche Genossenschaften stärken die Ernährungssicherheit
„Wir sind wieder stolz“, erzählt Bruno über die Bauerngruppen in Sibut
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In der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), wo jahrelange bewaffnete Konflikte, Unsicherheit und Vertreibung zu einer schweren humanitären Krise geführt haben, bleibt der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen stark eingeschränkt. Die Beispiele von Marie und Bruno zeigen, wie die gezielte Stärkung landwirtschaftlicher Genossenschaften in entlegenen Regionen wie Sibut, Dekoa und Kaga Bandoro zu nachhaltiger Nahrungsmittelsicherheit führt.

Marie, eine von ForAfrika unterstützte Bäuerin in der Zentralafrikanischen Republik, auf ihrer Farm, auf der sie Mais, Maniok, Erdnüsse, Kürbis und Sesam angebaut hat.
„Ich hatte früher Schwierigkeiten, meine Kinder zu ernähren. Jetzt baue ich Mais, Erdnüsse und Sesam an, was uns genug Nahrung gibt.”
Entlegene Regionen wie Sibut, Dekoa und Kaga Bandoro benötigen humanitäre Unterstützung
ForAfrika gehört zu den wenigen humanitären Organisationen, die Nothilfe leisten und gleichzeitig langfristige Wiederaufbauplanung integrieren. „Unsere Priorität ist es, die entlegensten Gebiete zu erreichen, in denen nur wenige andere Organisationen tätig sind. Wir tun dies, weil wir an Afrikas Potenzial glauben; Afrika ist unser Zuhause, und wir gehen nicht weg“, erklärt Felix Yangana, Programmleiter von ForAfrika in der Zentralafrikanischen Republik.
In Regionen wie Sibut, Dekoa und Kaga Bandoro stehen landwirtschaftliche Gemeinden vor enormen Herausforderungen – von unvorhersehbaren Wetterbedingungen und Unsicherheit bis hin zu Schädlingsbefall und Ausbrüchen von Tierkrankheiten. Viele Jahre lang bearbeiteten Bäuerinnen und Bauern ihre Felder von Hand und mit einfachen Werkzeugen wie Hacken und Macheten. Auch Schulungen, verlässliche Marktinformationen und Straßennetze fehlten, um Bäuerinnen und Bauern mit Käuferinnen und Käufer zu verbinden – insbesondere während der Regenzeit.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat ForAfrika in den drei Regionen mehr als 340 landwirtschaftliche Genossenschaften aufgebaut. In enger Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Ausbildern, Tierärzten und staatlichen Stellen hat ForAfrika die Mitglieder der Genossenschaften für moderne Anbaumethoden und Tierhaltung sensibilisiert.
Wie Ausstattung und Training den Ertrag vervielfachen
Seit 2023 hat ForAfrika 135 Bauerngruppen in Sibut, 105 in Dekoa und 100 in Kaga Bandoro unterstützt, indem sie mit Mais-, Sesam-, Erdnuss- und Groundnuss-Saatgut versorgt wurden. Die Landwirte erhielten außerdem Hacken und Macheten, sodass sie ihre Felder effektiver bearbeiten konnten.
Um Verluste durch Schädlinge und Krankheiten zu verringern, wurden die Mitglieder der Genossenschaften mit Pestiziden und Sprühgeräten für Nutzpflanzen und Vieh ausgestattet. Diese Maßnahmen haben die Nahrungsmittelproduktion deutlich gesteigert und die Ernährungssicherheit für 7.480 Familien verbessert – insgesamt profitieren mehr als 37.500 Menschen. Heute produzieren viele Haushalte ausreichend Nahrung für den Eigenbedarf und verkaufen die Überschüsse.
Marie erntet 150 Kilogramm Sesam und investiert in die Schuldbildung ihrer Kinder
Marie, eine verwitwete Mutter von sechs Kindern aus Sibut, ist eine der begünstigten Landwirtinnen. Bevor sie Schulungen und Werkzeuge von ForAfrika erhielt, erntete sie 50 Kilogramm Sesam von ihrem Viertelacker. Im Jahr 2024, mit neuen landwirtschaftlichen Fähigkeiten und Geräten, verdreifachte sich ihre Ernte auf mehr als 150 Kilogramm Sesam.
„Ich hatte früher Schwierigkeiten, meine Kinder zu ernähren“, erinnert sie sich. „Nachdem ich einer von ForAfrika unterstützten Bauerngruppe beigetreten bin, erhielt ich Schulungen und Werkzeuge zum Pflügen. Jetzt baue ich Mais, Erdnüsse und Sesam an, was uns genug Nahrung gibt. Ich verkaufe den Überschuss, um Schulgebühren für meine Kinder zu bezahlen und andere Bedürfnisse der Familie zu decken.“

Bruno Maleyombo beim Besprühen seiner Feldfrüchte.



