Die Menschen im Sudan sind dringend auf Hilfe angewiesen.

Wenn aus fünf Ziegen Zukunft wird: Rubens Weg zu nachhaltigem Wachstum

Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte von unserer Projektreise aus der Zentralafrikanischen Republik

Ruben ist ein inspirierender und hochengagierter Leiter einer der Bauerngruppen von ForAfrika in der Zentralafrikanischen Republik. Seine Gruppe besteht aus rund 25 Mitgliedern, zusätzlich betreut er als Supervisor einen Verbund von 50 Bauerngruppen mit insgesamt mehr als 1.250 Bäuerinnen und Bauern. Während unserer jüngsten Projektreise hatten wir die Möglichkeit, Ruben, seine Familie und weitere Mitglieder der Gemeinschaft persönlich kennenzulernen und einen Einblick in das Dorf, ihre tägliche Arbeit und ihren beeindruckenden Fortschritt zu erhalten.

Ziegen ZAR

Rubens Bauerngruppe verzehnfacht den Bestand ihrer Ziegen

In den letzten zwei Jahren hat ForAfrika alle bestehenden Bauerngruppen in der Tierhaltung geschult und die kontinuierliche tierärztliche Betreuung sichergestellt. Was mit nur fünf Ziegen für 25 Mitglieder begann, ist heute ein florierendes Gemeinschaftsprojekt: Rubens Bauerngruppe hatte zwischenzeitlich 49 Ziegen, 12 davon wurden wieder verkauft.

Zusätzlich besitzen heute viele Mitglieder drei bis fünf Tiere für den eigenen Haushalt. Die restlichen Ziegen werden gemeinschaftlich gehalten, um die Herde weiter zu vergrößern. Die Bauerngruppe verfolgt dabei eine klare Strategie: Die männlichen Ziegen werden verkauft, die weiblichen bleiben in der Herde. Die Milch nutzen sie ausschließlich zur Aufzucht der Jungtiere.

Ruben

Ruben (links) im Gespräch mit Country Director der Zentralafrikanische Republik Yvon Francis Bouba

Zwei Ochsen stärken die Ernährungssicherheit im Dorf

Zu Beginn erhielt die Bauerngruppe ein Ochsenpaar von ForAfrika – ein echter Wendepunkt. Die Tiere erleichterten nicht nur das Pflügen, sondern erhöhten auch die Transportkapazität, was die Ernteerträge deutlich steigerte. Die Gruppe erkannte schnell das Potenzial: Sie verkauften zwölf ihrer Ziegen, um zwei weitere Kühe zu kaufen und so ihre landwirtschaftliche Produktion weiter auszubauen.

Für Ruben persönlich führte der Einsatz der Zugtiere zu einem enormen Fortschritt: Seine bewirtschaftete Fläche wuchs von zwei bis drei Hektar auf sieben Hektar.

Ideenreichtum und clevere Investitionen verändern ein ganzes Familienleben

Zusätzlich baute Rubens Bauerngruppe einen Holzkarren für den Ochsen, um Ernten effizient vom Feld zum Lager oder Markt zu bringen. Außerhalb der Saison dient der Karren als wichtige Einkommensquelle: Menschen aus der Umgebung beauftragen die Bauerngruppe mit dem Transport schwerer Güter wie Steine oder Baumaterialien.

In den vergangenen zwei Jahren hat sich Rubens eigener Bauernhof vollständig verändert. Durch die Gewinne aus Viehzucht und Ernte konnte er ein motorisiertes Dreirad kaufen, einige Hühner anschaffen sowie sein Haus mit einem Solarpanel und einem Satellitenempfänger ausstatten.

Heute kann er seine zehn Kinder ernähren und zur Schule schicken – seine Familie lebt nicht länger in Ernährungsunsicherheit.
Sein nächstes Ziel hat er bereits klar vor Augen: den Kauf eines Traktors, um das landwirtschaftliche Unternehmen weiter auszubauen.

Ruben auf seinem motorisiertem Fahrzeug

Ruben ist ein inspirierendes Beispiel dafür, was lokales Engagement bewirken kann

Ruben aus der Zentralafrikanischen Republik ist eine echte Inspiration für seine eigene Dorfgemeinschaft – und weit darüber hinaus. Sein unternehmerischer Geist, seine Disziplin und sein Verantwortungsbewusstsein zeigen, wie selbst kleine Investitionen, verbunden mit lokalem Engagement, eine enorme Multiplikationswirkung entfalten können.

Helfen auch Sie Menschen wie Ruben aus der Armut!
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