Die Menschen im Sudan sind dringend auf Hilfe angewiesen.

Projektland Zentralafrikanische Republik

Ernährungs­unsicherheit ist die zentrale Herausforderung

Ernährungsunsicherheit_ZAR_Viehhaltung

Die Zentralafrikanische Republik ist ein stark gefährdetes Land, das nach jahrzehntelanger politischer Instabilität, darunter Putsche, Diktatur und Rebellenaufstände, vor zahlreichen Herausforderungen steht. Trotz ihrer enormen natürlichen Ressourcen und ihres landwirtschaftlichen Potenzials hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung nicht genügend Nahrung.

Die Zentralafrikanische Republik grenzt im Osten an unsere Projektländer Sudan  und an Südsudan und gehört weiterhin zu den ärmsten Ländern der Welt. Nahezu 70 % der Haushalte leben von weniger als 2,15 US‑Dollar pro Tag.

Unsere humanitären Prioritäten konzentrieren sich weiterhin auf Nothilfe, Resilienzstärkung und langfristige Lösungen – vor allem für Frauen, Kinder und marginalisierte Gruppen. Gleichzeitig verändert sich die Lage: Während akute Bedürfnisse bestehen bleiben, sind viele Gemeinschaften zunehmend bereit, über reine Nothilfe hinauszugehen. Jetzt ist ein Übergang von fragmentierten Hilfsmaßnahmen hin zu integrierter, nachhaltiger Entwicklung erforderlich.

ForAfrika in der Zentralafrikanischen Republik

ForAfrika nahm seine Arbeit in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) im Jahr 2022 auf – angetrieben durch den enormen humanitären Bedarf und als Reaktion auf die akute Ernährungssicherheitskrise im Land.

ForAfrika ZAR setzt sich dafür ein, einen bedeutenden und nachhaltigen Beitrag zu leisten, indem Armut reduziert, die Nahrungs- und Ernährungssicherheit für gefährdete ländliche Haushalte verbessert und wirtschaftliche Chancen für Frauen und Jugendliche geschaffen werden. Unsere Arbeit steht im Einklang mit den Entwicklungsinitiativen der Regierung der Zentralafrikanischen Republik und ist darauf ausgerichtet, diese wirksam zu ergänzen und zu stärken.

Unser Ansatz umfasst lokal geleitete, integrierte Maßnahmen in jeder Phase, um Herausforderungen in der Gemeinschaftsentwicklung umfassend anzugehen und die Resilienz der Gemeinden zu stärken. Dies gewährleistet ein systematisches und koordiniertes Vorgehen, bei dem Interventionen sorgfältig geplant und übergreifend in unseren Programmfeldern gebündelt und aufeinander abgestimmt werden.

Humanitäre Herausforderungen in der Zentralafrikanischen Republik

In der Zentralafrikanischen Republik ist Unterernährung weit verbreitet, denn 29,8 % der Bevölkerung sind unterernährt.

ForAfrika verfügt über vielfältige Erfahrungen darin, Gemeinschaften dabei zu unterstützen, ihre Ernährungssicherheit und Lebensgrundlagen zu stärken sowie das Haushaltseinkommen zu erhöhen – insbesondere für Frauen und Jugendliche in ländlichen und semi-urbanen Gebieten. Landwirtschaftliche Vereinigungen sind für viele Menschen in der Zentralafrikanischen Republik ein lebenswichtiger Anker. Trotz der äußerst schwierigen Lebensbedingungen organisieren sich Bäuerinnen und Bauern in kleinen landwirtschaftlichen Zusammenschlüssen, die ihnen beim Überleben helfen. Sie bündeln ihre Ressourcen, zum Beispiel um Vieh zu kaufen oder Felder zu pflügen. Ihre Bemühungen werden jedoch häufig durch Tier- und Pflanzenkrankheiten, logistische Herausforderungen, fehlendes Fachwissen und mangelnden Zugang zu sauberem Trinkwasser behindert.

 

Die Zentralafrikanische Republik kämpft mit einer alarmierend hohen Kindersterblichkeit: 9,2 % der Kinder sterben, bevor sie ihren fünften Geburtstag erreichen. Diese dramatische Situation spiegelt die tief verwurzelten Herausforderungen im Gesundheits- und Ernährungssystem des Landes wider. Besonders besorgniserregend ist zudem der hohe Anteil an Wachstumsverzögerungen bei Kindern unter fünf Jahren, von denen 38,9 % betroffen sind – ein Wert, der laut internationalen Standards als „sehr hoch“ eingestuft wird. Diese Form der chronischen Unterernährung beeinträchtigt nicht nur das körperliche Wachstum, sondern auch die kognitive Entwicklung und langfristigen Zukunftschancen der betroffenen Kinder.

Kennen Sie diese Projektländer?

Helfen Sie Menschen aus der Armut!
TOP