Projektland Mosambik
Mosambik zählt zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt

Mosambik liegt am indischen Ozean und verfügt über reichlich Ackerfläche, Wasser, Energie und Bodenschätze. Dennoch leiden 36,7% der Kinder unter 5 Jahren unter Wachstumsverzögerung.
Mosambik ist das erste Projektland, in dem ForAfrika seit 1984 humanitäre Hilfe leistet. Die Republik zählt zu den ärmsten Ländern der Welt: Sie belegt im Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen aktuell Platz 182 von 193 Ländern. Damit zählt das Land im südlichen Afrika zu den am wenigsten entwickelten Staaten der Welt.
Mosambik hat nach wie vor mit militärischen Aufständen in Teilen der gasreichen Provinz Cabo Delgado zu kämpfen. Schätzungsweise drei Millionen Menschen im ganzen Land sind aufgrund der kombinierten Auswirkungen des Konflikts, der Klimakatastrophen und der wirtschaftlichen Instabilität von einer hohen Ernährungsunsicherheit bedroht.
Das Land im Südosten Afrika wird regelmäßig von Extremwetter-Ereignisse wie Zyklone und Dürren heimgesucht, was die ohnehin Ärmsten in besondere humanitäre Nöte bringt.
Im Jahr 2024 erreichte ForAfrika in Mosambik knapp 1,6 Mio. Menschen mit humanitären Maßnahmen.
Spenden tragen Früchte: aktuelle Stories aus Mosambik
Stories aus Mosambik
ForAfrika in Mosambik
ForAfrika begann seine Arbeit in Mosambik im Jahr 1984. Nachdem er eine schwere Hungersnot miterlebt hatte, entschlossen sich der Gründer von ForAfrika Peter Pretorius und seine Frau Ann, all ihre Ersparnisse zu nutzen, um Lebensmittel, Medikamente, Decken und weitere wichtige Güter zu kaufen. Mit Hilfe ihrer Kontakte wandten sie sich an alle, die sie kannten. Gemeinsam als Gemeinschaft gelang es ihnen, drei Lastwagenladungen an Hilfsgütern zu den Menschen in Pambarra, Mosambik, zu schicken. Diese Erfahrung inspirierte sie dazu, ihr Leben der Unterstützung der Menschen in Afrika zu widmen.
Mosambiks humanitäre Herausforderungen
21,8 % der Menschen in Mosambik sind nach Angaben des Welthungerindex unterernährt. 36,7% der Kinder unter 5 Jahren weisen Anzeichen von Wachstumsverzögerung. Insgesamt wird die Ernährungssituation in Mosambik als „ernst“ eingestuft.
Ca. 70% der Menschen leben unterhalb der Armutgrenze von 2,15 USD pro Tag.
In manchen Schulen Mosambiks ist “Landwirtschaft” ein Schulfach. So lernen die Kinder im Schulgarten wichtige Anbautechniken und Grundlagen, die die Ernährungssicherhiet stärken. Auch Eltern werden in Schulgarten-Projekte eingebunden.
Mosambik ist besonders anfällig für extreme Wetterereignisse wie Zyklone, Überschwemmungen und Dürren.
Zyklone treten jährlich auf und suchen das Land oft mit verheerenden Folgen heim. Ein Zyklon ist die Bezeichnungen eines tropischen Wirbelsturms, der im Indischen Ozean oder in der Südsee auftritt. Mosambik wird oft sogar mehrere Male im Jahr von Wirbelstürmen heimgesucht. Zuletzt traf Zyklon Chido 2025 auf das Land im Süden.
Für die humanitäre Arbeit vor Ort ist daher besonders wichtig: Der Schutz vor Naturkatastrophen stärkt die Widerstandskraft lokaler Gemeinschaften.
Nach dem Bürgerkrieg (1976 bis 1992) verbesserte sich zunächst die politische und wirtschaftliche Situation in Mosambik. Seit einigen Jahren hat die Republik jedoch verstärkt mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zu kämpfen. Teils flüchten die Menschen vor den Kämpfen ins benachbarte Malawi. Hinzu kommen massive Konflikte in Teilen der gasreichen Provinz Cabo-Delgado mit bewaffneten Angriffen auf Dörfer und Kleinstädte.
Wir sind in Cabo-Delgado aktiv und stärken z. B. die Gesundheitsversorgung in Krankenhäusern.
Im Jahr 2020 kamen nach Angaben der UNESCO in Mosambiks Primarstufe durchschnittlich 58,8 Schüler/-innen auf eine Lehrkraft – ein klares Anzeichen für die Überlastung des Bildungssystems. Gleichzeitig beendeten weniger als zwei Drittel der Kinder die Grundschule, und fast 40 Prozent der Bevölkerung sind nach wie vor Analphabeten.
Unsere Schulernährungsprogramme motivieren Kinder in die Schule zu gehen und überzeugen Eltern, in die Bildung ihrer Kinder zu investieren.





